Wasser läuft aus einem Wasserhahn in ein Auffangbecken | © Jonas KIM | Pixabay
Wie das Regierungspräsidium Freiburg mitteilt, fördert das Land Baden-Württemberg den Neubau des Wasserwerks für den Zweckverband Keckquellen mit 1,45 Millionen Euro. Durch die große Reichweite des Zweckverbandes profitieren auch Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Tuttlingen und im Schwarzwald-Baar-Kreis von dem Vorhaben, das von Anfang 2026 bis Ende 2029 umgesetzt werden soll. „Die Förderung des Neubaus des Wasserwerks Keckquellen ist ein wichtiger Meilenstein auf unserem Weg zu einer nachhaltigen und sicheren Trinkwasserversorgung in der Region“, erklärte Regierungspräsident Carsten Gabbert.
„Sauberes Trinkwasser ist unsere Lebensgrundlage. Mit Blick auf drohende Wasserknappheit durch den Klimawandel, müssen wir dafür sorgen, dass es auch künftig zuverlässig zur Verfügung steht. Deswegen müssen wir jetzt investieren. Der Neubau des Wasserwerks Keckquellen ist ein wichtiger Schritt zu einer sicheren Wasserversorgung, den wir gerne unterstützen“, erklärt Umweltministerin Thekla Walker.
Der Neubau wird notwendig, weil bei Untersuchungen festgestellt wurde, dass das Rohwasser der Keckquellen eine erhöhte mikrobiologische Belastung aufweist. Die bisherige Aufbereitung mit Ozon stößt bei starken Niederschlägen an ihre Grenzen und führt dazu, dass das Wasserwerk regelmäßig abgeschaltet werden muss.
Der Zweckverband Keckquellen plant daher den Bau eines neuen Wasserwerks mit einer dreistufigen Aufbereitungstechnik: Zunächst wird das Rohwasser über eine Ultrafiltrationsanlage gereinigt und anschließend in einer zweiten Stufe in zwei Teilströmen über eine Niederdruckumkehrosmose bzw. einen Aktivkohlefilter aufbereitet. Abschließend wird das produzierte Trinkwasser noch für den Transport mit Chlor desinfiziert. Das bisherige Wasserwerk wird als Rohwasserspeicher weiterhin genutzt. Die Gesamtkosten für das Projekt belaufen sich auf rund zwölf Millionen Euro.
Mitglieder des Zweckverbands Keckquellen sind neben der Gemeinde Deißlingen die Stadtwerke Villingen- Schwenningen sowie der Zweckverband Baarwasserversorgung.
